2018·08·14 · REISEISLAND

Gljúfrabúi

Direkt neben dem berühmten Seljalandsfoss versteckt sich hinter einer Felsspalte ein zweiter Wasserfall - Gljúfrabúi, den man nur watend durch den Bach in einer engen Höhlenschlucht erreicht.

Von außen sieht man kaum mehr als einen Riss im Fels, aus dem Wasser und Gischt herausdrängen. Ich bin mit Kamera und Stativ über die Steine gestiegen, die Füße im kalten Bach, und dann steht man plötzlich mitten in der Schlucht - über einem der Wasserfall, um einen herum feuchter, moosbewachsener Fels, in der Luft feiner Sprühnebel, der sich auf Linse und Haut legt.

Genau dort habe ich ein Foto-Shooting gemacht. Das Licht, das durch die Felsspalte oben hereinfällt, ist weich und diffus, fast wie in einem natürlichen Studio - ein Kontrast zu der rohen, tosenden Kraft des Wassers nur wenige Meter davon. Wenige Orte geben einem so schnell das Gefühl, etwas Verborgenes gefunden zu haben.

Gljúfrabúi liegt in Sichtweite der Touristenmassen am Seljalandsfoss und bleibt trotzdem für viele unentdeckt. Wer sich die nassen Füße nicht scheut, wird mit einem der intimsten Orte Islands belohnt.

Gljúfrabúi

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