2017·04·11 · REISENEPAL

Lukla

Der Tenzing-Hillary-Airport in Lukla gilt als eine der gefährlichsten Landebahnen der Welt – eine kurze, steil abfallende Piste, die abrupt am Berghang endet. Für uns war die Landung hier der eigentliche Beginn unserer Reise ins Everest-Gebiet, lange bevor der erste Schritt auf dem eigentlichen Trail gesetzt wurde.

Der Anflug selbst bleibt mir in Erinnerung wie kaum ein anderer. Die kleine Propellermaschine kämpft sich durch enge Täler, die Piste taucht erst im letzten Moment zwischen den Bergflanken auf, viel zu kurz, wie es scheint, viel zu schräg. Dass sie oben am Hang endet und nicht unten im Tal, ist kein Zufall, sondern schlicht notwendig – nur das ansteigende Gelände bremst die Maschine rechtzeitig ab. Die dünne Luft in dieser Höhe macht sich schon beim Aussteigen bemerkbar, jeder Atemzug zählt hier ein wenig mehr als unten in Kathmandu.

Lukla selbst ist klein, aber es lebt von seiner einen Funktion: Fast jeder, der zum Everest Base Camp oder in die umliegenden Täler aufbricht, beginnt hier. Träger schultern Lasten, die größer sind als sie selbst, Trekker sortieren ihre Ausrüstung neu, und über allem liegt diese Mischung aus Aufregung und Respekt vor dem, was noch kommt.

Wer hier landet, hat verstanden, dass der Himalaya keine Kompromisse macht – schon der erste Meter auf dem Boden ist ein kleiner Triumph.

Lukla

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