Namche Bazar
Namche Bazar, der Hauptort der Sherpas und Tor zum Everest-Gebiet, liegt amphitheaterförmig an einen Steilhang gebaut, rund 3.440 Meter hoch. Für uns war es der wichtige Akklimatisierungsstopp auf dem Weg zum Basislager.
Schon der erste Blick auf den Ort, wenn man aus dem Tal hochkommt, bleibt hängen. Die Häuser stapeln sich halbrund den Hang hinauf, bunt gestrichen, wie in eine Schale aus Fels gebaut. Nach Tagen im schmalen Flusstal wirkt Namche fast wie eine kleine Stadt, mit Markt, Teehäusern und einem Gewusel aus Trekkern, Yaks und Trägern, die sich durch die engen Gassen schieben.
Wir sind hier ein paar Tage geblieben, wie es die Höhe verlangt, und genau diese erzwungene Ruhe hat mir gefallen. Zeit, durch die Gassen zu streifen, den Markt zu beobachten, in dem alles vom Gemüse bis zur Ausrüstung gehandelt wird, und zwischendurch den Blick auf die umliegenden Gipfel zu suchen, die sich oft erst gegen Abend aus den Wolken schälten.
Namche ist für mich der Ort, an dem die Reise zum Everest wirklich beginnt, dieser Moment, an dem man merkt, wie hoch man schon ist und wie viel noch vor einem liegt.
