Partnachklamm
Die Partnachklamm bei Garmisch-Partenkirchen gehört zu den faszinierendsten Naturdenkmälern Bayerns, und man versteht sofort warum, sobald man den ersten schmalen Steg betritt. Über Jahrtausende hat sich der Gebirgsbach Partnach hier in den Fels gegraben, bis zu 80 Meter hohe Wände stehen streckenweise fast senkrecht über dem Wasser.
Drinnen in der Klamm wird es schnell laut – das Tosen des Wassers hallt zwischen den Felswänden wider, an manchen Stellen führt der Weg durch kurze Tunnel, an anderen über Stege, die nur wenig Abstand zum reißenden Bach lassen. Die Gischt liegt feucht in der Luft, das Licht fällt nur in schmalen Streifen von oben herein, und man merkt, wie klein man sich in diesem Einschnitt fühlt, den die Natur über eine unvorstellbar lange Zeit geformt hat.
Für mich als Fotograf ist die Partnachklamm ein Ort ständiger Kontraste: das harte, glatte Gestein gegen das ständig in Bewegung befindliche Wasser, dunkle Passagen gegen plötzlich einfallendes Licht. Kaum ein anderer Ort in der Nähe von München bietet auf so kurzer Strecke eine derart dichte Abfolge von Bildern.
Wer die Klamm einmal durchwandert hat, versteht, warum sie seit Generationen Wanderer und Fotografen gleichermaßen anzieht – ein enger, lauter, eindrucksvoller Gegensatz zur offenen Landschaft ringsum.
