Reine auf den Lofoten
Reine gilt für viele als der schönste Ort Norwegens - rote Rorbuer am Wasser, dahinter steil aufragende Granitgipfel und ein Fjord, der bei Windstille alles doppelt zeigt.
Ich kannte die Bilder von Reine, bevor ich dort war, und war trotzdem nicht darauf vorbereitet, wie unmittelbar die Kulisse wirkt, wenn man selbst davor steht. Die roten Fischerhütten stehen auf ihren Stelzen fast im Wasser, dahinter schießen die Gipfel des Reinebringen und seiner Nachbarn fast senkrecht in den Himmel - keine sanften Hügel, sondern schroffes Gestein, das jede Fotografie zu einem Kräftemessen mit dem Format macht.
Am eindrücklichsten war für mich ein stiller Morgen, an dem der Fjord glatt wie Glas lag. Die Rorbuer, die Berge, die Wolken - alles verdoppelt in der Wasserfläche, kaum ein Unterschied zwischen oben und unten. In solchen Momenten versteht man, warum dieser eine Ort auf den Lofoten so oft fotografiert wird und trotzdem nie austauschbar wirkt.
Reine ist klein, ein paar Häuser, ein Hafen, und doch bleibt es einem der Orte, an die ich immer wieder zurückdenke, wenn von Norwegen die Rede ist.
