2019·05·01 · REISEGRIECHENLAND

Die Windmühle von Oía

An der äußersten Nordspitze von Oía, dort wo das Dorf in die Klippen ausläuft, steht eine der weißen Windmühlen, für die die Kykladen so bekannt sind. Es war mein letzter Tag auf Santorin, und ich bin noch einmal hinaufgestiegen, um sie zu fotografieren, bevor es zurück zum Flughafen ging.

Der Himmel an diesem Tag war von einem so tiefen, klaren Blau, dass das reine Weiß der Mühle beinahe zu leuchten schien. Nur ein einzelner Wolkenschleier zog quer darüber, wie mit dem Pinsel gesetzt. Unter mir lag die Ägäis, glatt und weit, und der stete Wind der Kykladen - derselbe, der diese Mühlen einst antrieb - fuhr über die Klippe.

Fotografisch lebt ein solches Motiv von der Reduktion: eine weiße Form, ein blauer Himmel, eine klare Kante zwischen Land und Meer. Kein Schnickschnack, keine Ablenkung, nur die Geometrie und das Licht. Manchmal ist das Einfachste das Schwerste, weil es keinen Platz für Fehler lässt.

Es war ein passender Abschied von der Insel - still, hell und ganz auf das Wesentliche gebracht.

Die Windmühle von Oía

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